Willkommen bei migrantactors
Auf dieser Webseite finden Sie Informationen zum Forschungsprojekt
"Migranten als politische Akteure", das am
Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung
(MZES) der
Universität Mannheim durchgeführt und von der
VolkswagenStiftung gefördert wird.
Das Projekt
Im Kern versucht das Projekt herauszufinden, welche Rolle Abgeordnete,
die einen Migrationshintergrund haben, in der Politik (Parteien,
Parlamente, Fraktionen) spielen und ob sich durch ihre parlamentarische
Präsenz der politische Prozess und Politikergebnisse
verändern. Dieser Frage soll international-vergleichend
nachgegangen werden, wobei länderspezifische Unterschiede zwar
berücksichtigt werden, das Herausarbeiten von
länderübergreifenden Mustern jedoch von
primärem
Interesse ist.
Arbeitsschritte
1) Bestandsaufnahme der politischen Repräsentation von
Migranten
und ihren Nachkommen in klassischen Einwanderungsländern,
ehemaligen Kolonialländern, typischen
Gastarbeiterländern und
erklärten neuen Einwanderungsländern. Hierzu wird
versucht,
die gegenwärtige Präsenz von Personen mit
Migrationshintergrund auf möglichst allen politischen Ebenen
(national, regional, wo vorhanden: Europäisches Parlament,
stichprobenartig: lokal) zu erfassen. Die Bestandsaufnahme für
Deutschland wird am MZES geleistet, die Bestandsaufnahme in anderen
Ländern erfolgt in Kooperation mit Partnern eines gemeinsam
mit Thomas Saalfeld koordinierten Netzwerks (s.u.).
2) Sammlung der öffentlich verfügbaren biographischen
und
für die Parlamentsarbeit relevanten Informationen
über die
Abgeordneten mit Migrationshintergrund. Diese Sammlung erfolgt nach
einem für den Ländervergleich harmonisierten Schema,
das
auch länderspezifische Informationen erfasst.
3) Gezielte Nachfrage in Form direkter Kontakte (schriftlich,
fernmündlich, mündlich), um
Informationslücken zu
schließen und um mehr über den informellen
politischen
Prozeß sowie die Rolle der politischen Akteure in Erfahrung
zu
bringen.
4) Schriftliche Befragung aller Abgeordneter mit
Migrationshintergrund in den Partnerländern, zumindest auf der
nationalen, ggf. auch auf sub- und supranationalen Ebenen. Der
Fragebogen wird für die gleichen politischen Ebenen
harmonisiert.
Wissenschaftliche Workshops und Analysen:
Für Herbst 2011 ist eine Fachkonferenz am MZES geplant.
Im Mai 2011 fand eine Research Session der ECPR in Florenz statt.
Im Mai 2007 fand ein Workshop der ECPR Joint Sessions of Workshops in Helsinki statt (Buchpublikation s.u.).
Im Februar 2007 fand ein Workshop des Projekts am MZES der Universität Mannheim statt.
Bücher
Karen
Bird, Thomas Saalfeld und Andreas M. Wüst (Hrsg.): The
Political Representation of Immigrants and Minorities: Voters, Parties
and Parliaments in Liberal Democracies, London: Routledge, 2011.
Aufsätze
Andreas
M. Wüst: Politische Repräsentation von Migranten im
Vergleich: Die Rolle von Parteien, in: BertelsmannStiftung (Hrsg.): Wer gehört dazu? – Zugehörigkeit als Voraussetzung von Integration, Gütersloh: Bertelsmann, 2011 (i.E.).
Andreas M. Wüst und
Thomas Saalfeld: Abgeordnete
mit Migrationshintergrund im Vereinigten Königreich,
Frankreich,
Deutschland und Schweden: Opportunitäten und
Politikschwerpunkte,
in: Politische
Vierteljahresschrift, Sonderheft 44 "Politik als Beruf"
(hrsg. von Michael Edinger und Werner J. Patzelt), 2010, S. 312-333.
Andreas M. Wüst und Constanze Schmitz: Zwischen
migrationsspezifischer Prägung und politischer
Opportunitätsstruktur: Abgeordnete mit Migrationshintergrund in
deutschen Parlamenten seit 1987, in: Georg Weisseno (ed.): Bürgerrolle heute: Migrationshintergrund und politisches Lernen, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung,
pp. 127-143.
Andreas
M. Wüst und Dominic Heinz: La
représentation politique des migrants en Allemagne, in: hommes
& migrations 1227, 2009, S. 36-45.
Andreas M.Wüst und
Dominic Heinz: Die
politische Repräsentation von Migranten in Deutschland, in:
Markus Linden und Winfried Thaa (Hrsg.): Die
politische Repräsentation von Fremden und Armen,
Baden-Baden: Nomos, 2009, S. 201-218.
Andreas M. Wüst: Wahlverhalten und politische
Repräsentation von Migranten, Der Bürger im
Staat, 2006: 56, Heft 4, S. 228-234.
Ausgewählte Konferenzpapiere
Andreas M. Wüst und
Constanze Schmitz: Parliamentarians of Immigrant Background
in German Parliaments: How They Get Elected and How Individual Activities
are Structured, Paper
Presented at the 17th Conference of the Council for European Studies,
Montréal, Kanada, 2010 (Mai).
Andreas M. Wüst: Migrants as Parliamentary Actors: A
Comparative
Research Concept and Initial Results for Germany, Konferenzpapier auf
den ECPR Joint Sessions
of Workshops, Workshop 21: Migration and Representation in
Parliamentary Democracies, Helsinki, Finnland, 2007 (Mai).
Thomas Saalfeld und Andreas M. Wüst: The Political
Representation of Migrants and Ethnic Minorities: The United Kingdom
and Germany Compared, Konferenzpapier auf der 31st Annual Conference of the
German Studies Association, San Diego,
USA, 2007 (Oktober).
Projektleitung
Dr. Andreas M. Wüst
Projektmitarbeiter
2009/10: Constanze Schmitz
2007/08: Dominic Heinz
Partner im Netzwerk "Migrant Actors"
Prof. Dr. Thomas Saalfeld, Universität Bamberg (für
Großbritannien sowie Co-Leiter des Netzwerks).
Prof. Dr. Graeme Hugo, University of Adelaide, Australien.
Prof. Dr. Karen Bird, McMaster University, Kanada.
Juniorprofessorin Dr. Hanna Bäck, Universität
Mannheim, Deutschland (für Schweden).
Prof. Dr. Tor Bjørklund and Dr. Johannes Bergh, University of Oslo, Norwegen.
Prof. Dr. Dirk Jacobs, UL and KU Brüssel, Belgien.
Prof. Dr. Jean Tillie, University of Amsterdam, Niederlande.
Constanza Sanhueza Petrarca, MZES,
Frankreich.
Dr. Marcelo Jenny, Universität Wien, Österreich.
Dr. Didier Ruedin, Université de Neuchâtel, Schweiz.